Das erste “eigene” Kochbuch

Eingetragen am 16.11.2007 unter: Kochbücher

Jawohl, ich gestehe freimütig: Ich habe es getan!

Obwohl die Küche seit 35 Jahren unumstößliches Reich und fest in der Hand der "Besten Ehefrau von Allen" ist, und das Thema Kochbücher damit absolut nicht in meinen "Beritt" fällt, konnte ich heute nicht umhin, und habe dieses Buch gekauft.

Dieses Buch bei "THE CookShop" bestellen...Als ERSTES "eigenes Kochbuch" vielleicht eher unüblich?

Wer uns aber kennt  und weiß, daß in unserem Haushalt mit vielen Hundert Kochbüchern bereits jetzt zigtausend Rezepte darauf warten, von der "Besten Ehefrau von Allen" gekocht zu werden, der mag vielleicht ermessen, welchen Frevel ich da eigentlich begangen habe.

Ein Übergriff in die Domaine der "Besten Ehefrau von Allen" könnte "innenpolitisch" möglicherweise eine kritische Situation hervorrufen! 
Um Gottes Willen, das wäre ja nicht auszudenken!

Aber ich kann glücklicherweise Entwarnung geben… SIE hat geschmunzelt… und meinen Kauf wohlwollend akzeptiert. Ich bin ein wahrhaft glücklicher Mensch :-)

Relativierend muß ich aber anmerken, daß von der riesen Menge an Kochbüchern tatsächlich nur 4 (vier !) davon reine Back-Bücher sind und der Literatur-Zuwachs möglicherweise garnicht sooo ungerne gesehen ist.

Warum nun gerade dieses Buch und kein anderes aus der Kategorie Backen?

Mir hat gefallen, daß der Bereich Theorie relativ umfangreich ist und mit großen, perfekt aufgenommenen Fotos alles Wichtige dokumentiert wird. Gerade als Anfänger will ich doch erkennen, ob mein Teig nun "elastisch" genug ist oder der "Gehvorgang" möglicherweise noch nicht ausreichend. Ein Foto sagt doch viel mehr als tausend Worte.

Die wichtigsten internationalen Brotsorten sind natürlich beschrieben und wunderschön abgebildet… es sollte mir also möglich sein, mit dieser bildlichen Unterstützung demnächst das erste eigene Brot auch tatsächlich zu backen

Einen Wermutstropfen muß man(n) allerdings vermerken; die riesige Palette der typischen Deutschen Brotsorten findet man nicht in diesem Werk. Aber was solls, das bleibt sicher NICHT mein einzige Kochbuch und ich freue mich schon auf den nächsten Besuch in der Buchhandlung. Dann nämlich werde ich mir mal die Abteilung Vollkornbrot & Co. näher vornehmen ;-)

Aber zunächst werde ich mal in meinem "eigenen" Backbuch alles fein säuberlich durchlesen, denn bei mir gehört Grundkenntnis zu jedem neuen Hobby dazu. Erst wenn man die Hintergründe kennt, weiß man, Probleme zu umschiffen. 

Die erfahrene Hausfrau unter den Lesern wird das wohl nicht verstehen und sagen: "Fang doch erst mal an!" OK, auch eine Meinung, die ich akzeptiere… aber erst muß ich noch schnell lesen, wieso der Sauerteig so oft "gehen" muß ;-)

14 Kommentare vorhanden

Kommentare zu: »Das erste “eigene” Kochbuch«

  1. zorraschrieb am 18.11.2007 - 08:54 1

    Ich besitze genau 1 Brotbackbuch. ;-)
    Bilder zum Anfang sind gut, aber man muss das Gefühl für den Teig bekommen, und das entwickelt sich mit der Erfahrung. Bei meinem ersten angesetzten Sauerteig war ich ganz aufgeregt und unsicher: http://kochtopf.twoday.net/stories/1562303/
    Wenn ich mir heute die Bilder ansehe, weiss ich dass der damals nicht die richtige Konsistenz hatte. Viel zu flüssig. Aber das liegt am spanischen Mehl, da muss man immer etwas weniger Wasser nehmen. Ich mach mal bei Gelegenheit ein Bild von meinem aktuellen Sauerteig, der übrigens immer noch von meinem ersten abstammt.

  2. pepeschrieb am 18.11.2007 - 12:17 2

    Danke Zorra, für deinen Hinweis und die Beispielfotos. Das ist sehr hilfreich und wird mir den Start sicher erleichtern. Insbesondere, da wir ja auch nur 2 Pesonen sind und mit den normalen “Riesenmengen” Sauerteig wenig anfangen könnten. Der aktuelle “Stand der Ding” deines Sauerteig-Ansatzes würde mich auch “brennend” interessieren.
    Da ich als absoluter Sauerteig-Anfänger “NULL” Ahnung habe, bin ich natürlich um “jeden” Hinweis verlegen… und Fotos sind so viel leichter verständlich als Text.

    Vielleicht ein Tipp für deinen Blog:
    Wenn du solche Basis-Informationen noch mit einer zusätzlichen Kategorie versehen würdest: z.B. “Basics”, dann könnte man (ich) diese hilfreichen Infos schneller finden.
    Bei dem riesigen Artikelumfang von “1x umrühren bitte”, verläuft man sich ja schnell und findet das Ziel nicht [ …weil man von anderen tollen Zielen eingefangen wird ;-) ].

  3. Petraschrieb am 23.11.2007 - 20:06 3

    Das sieht ja schon sehr hübsch aus hier! Und Brot gebacken werden soll auch - da werde ich sicher wieder vorbeischauen. Bei der Kocherfahrung gibt’s ja sicher viele Tipps und Tricks abzugucken, ich freu mich schon drauf.
    (und schöne Deko-Anregungen nehme ich immer gerne mit, da bin ich nämlich überhaupt nicht kreativ)

  4. pepeschrieb am 23.11.2007 - 20:38 4

    Hallo Petra,
    danke für die aufmunternden Worte. Es ist zwar noch etwas leer hier, aber jeder hat bekanntlich mal KLEIN angefangen :-)

    Deine Site hab ich mir natürlich auch schon genauestens “zur Brust” genommen, wie du sicher gemerkt hast.
    Dein Rezept für einen Roggen-Sauerteig Ansatz läuft z.Z. im “Versuchslabor”… der Kleine will aber nicht so recht GROSS werden??? Riechen tut er schon sauer “wie Harry”… aber Volumenvergrößerung, nicht 1mm am 6. Tag :-( Na, wir werden sehen, hoffe ich.

    Bis die Tage im Web
    pepe

  5. Ulrike aka ostwestwindschrieb am 27.11.2007 - 09:31 5

    Na, ja Roggensauer geht eben nicht so ab wie Weizensauer, der säuert eben nur so vor sich hin und produziert eifrig Blasen bevor der in die Höhe geht
    Vielleicht hilft dir das hier weiter?
    http://ostwestwind.twoday.net/stories/1287024/

    Bezüglich der Formen habe ich dir auf meinem Blog geantwortet.

  6. pepeschrieb am 27.11.2007 - 09:53 6

    Dank Ulrike, für die URL, aber NATÜRLICH habe ich mich schon sehr intensiv auf deiner Site umgesehen (insbesondere Thema ST) … schließlich will ich ja was von euch Profis lernen und da sind solche Tipps Gold wert.

    Mein 1. Versuch ist wegen Schimmelbildung bereits gescheitert, aber der 2. läuft anscheinend besser… sauer bereits am 2. Tag und Blasenbildung auch wesentlich deutlicher.
    Na, irgendwann wird’s sicher klappen und mein erster eigener Zögling wird zu einem ausgewachsenen Roggenbrot herangewachsen sein.
    PS
    Hast du was dagegen, wenn ich die Kultur “ULRIKE” nenne? Ich dacht, so ein liebevoll gepflegter ST braucht einfach einen netten Namen… wie soll ich sonst mit (ihm) “ihr” reden???

  7. Ulrike aka ostwestwindschrieb am 27.11.2007 - 10:02 7

    Ja, ich habe ‘was dagegen, denn Sauerteige sind natürlich männlichen Geschlechts…. Mein Sauerteig heißt Heinrich, wenn du unbedingt mit “ihm” reden willst nenn ihn jedenfalls Ulli, das ist geschlechtsneutral

  8. pepeschrieb am 27.11.2007 - 10:11 8

    Ohha,
    gut das ich nachgefragt habe, wäre mir aber auch echt unangenehm gewesen, dir mit dieser “Patenschaft” zu nahe zu treten.

    Na, wieder was gelernt: ST sind männlich!!!

    Und dafür hab ich nun 1968 für die Gleichberechtigung gekämpft und mich naß spritzen lassen in den Demos :-(

  9. Ulrike aka ostwestwindschrieb am 27.11.2007 - 10:24 9

    Gleichberechtigung hin oder her: Es heißt “der” Sauerteig und damit ist er männlichen Geschlechts.

  10. pepeschrieb am 27.11.2007 - 10:38 10

    Prima Ulrike,
    ich find’ gut, wie du das siehst… Wir lassen weiter den “Duden” entscheiden.
    Ob wir damit vor dem “Gleichstellungsgesetz” aber bestehen würden, wage ich mitlerweile zu bezweifeln ;-)
    Ich hab mich jetzt übrigens für “Kleiner” entschieden (männlich!)
    So, und nun muß ich meinen KLEINEN mal ein wenig füttern… 24 Stunden sind rum!

  11. Ulrike aka ostwestwindschrieb am 27.11.2007 - 10:41 11

    Ach weißt du, ich bin es leid, dieses große I überall, wie liebe KollegInnen, macht nur Arbeit und wenn eine Frau nicht Frau genug ist, sich durchzusetzen, dann hat sie selber Schuld. Ich bezeichne mich ‘mal als emanzipiert, gleichberechtigt und trotzdem lasse ich mir gerne von meinen Herren (die beiden jungen Herren erziehe ich auch so) die Tür aufhalten und so :-).

  12. pepeschrieb am 27.11.2007 - 10:57 12

    Super Ulrike,
    genau so sollte es sein… wer “Frau genug ist”, kann es sich auch erlauben, sich mal von Männern helfen zu lassen.
    Das ist echte Emanzipation. Du hast dein Ziel erreicht!

    Die anderen, die immer noch darüber nachdenken ob “der Schrank” nicht doch auch “die Schrank” oder gar “die Schränkin” heißen könnte/sollte/müßte… (kein Witz!) die halte ich persönlich für “weit entfernt vom Ziel” der waren Emanzipation.
    Beispiel alt: Die haben nicht alle Tassen im Schrank!
    Beispiel neu: Die haben nicht alle Tassen in der Schränkin!
    (Nicht lachen, das ist wirklich kein Witz!)
    Solcher Unsinn kostet den Staat (uns) Millionen, die woanders besser genutzt werden könnten.
    So, und jetzt geh ich ins Arbeitszimmer… die Hemden Bügeln. Volkommen emanzipiert!

  13. Ulrike aka ostwestwindschrieb am 27.11.2007 - 11:00 13

    Das tut der beste Ehemann von allen auch !

  14. Juttaschrieb am 29.11.2007 - 14:12 14

    Hallo Pepe,
    aus diesem Buch habe ich zwei Brote nachgebacken, die beide nicht so toll geworden sind. Falls es Dich interessiert, schau mal hier:

    http://schnuppschnuess.typepad.com/manzfred/2007/08/ballymaloe-voll.html

    Vor allem der Kommentar von Petra ist interessant - ich habe aber noch keinen weiteren Versuch gestartet.

    Hast Du schon Rezepte aus dem Buch ausprobiert? Ist das Sauerteigbrot aus dem Buch?

Trackback URI   RSS Feed der Kommentare dieses Beitrags abonnieren

Du könntest eigentlich auch einen Kommentar schreiben...